



Der Norden ist als Kaokoland bekannt, der Süden als Damaraland. Obwohl diese administrativen Einteilungen nach der namibischen Unabhängigkeit wegfielen, haben sich die umgangssprachlichen Bezeichnungen gehalten.
Das Kaokoland ist eine Abfolge von Hügeln und Bergen, die von endlosen Ebenen durchbrochen wird. Diese abgelegene, raue Region ist die Heimat der nomadischen Himba- Hirten, deren Lebensweise seit vielen Generationen unverändert geblieben ist. Der Reiz des Kaokolandes liegt in seinen wilden und unerforschten Tälern und Bergen. Es ist die isolierteste und am wenigsten entwickelte Region dieses ohnehin schon weitgehend abgelegenen und unerschlossenen Landes.
Rauhe Pfade führen durch unwegsames Gelände, das die Technik Ihres Fahrzeugs und das Können Ihres Fahrers auf die Probe stellt. Das Durchqueren von Sturzfluten oder das Holpern über Felsen gehört hier zum Alltag.
Der Kunene ist ein ganzjährig wasserführender Fluss, der im Hochland von Angola entspringt und sich entlang der namibischen Grenze durch wilde, aride Berge bis zum Atlantik schlängelt. Der Flusslauf bildet einen erstaunlichen Kontrast aus subtropischer Vegetation inmitten der felsigen Ausläufer und baumlosen Ebenen des Kaokolandes.
Das Volk der Himba – traditionelle Hirten, die für ihr Überleben auf ihre robusten Rinder und Ziegen angewiesen sind – trägt eine faszinierende traditionelle Kleidung. Bis vor Kurzem rieben sie sich täglich mit einer Mischung aus Ziegenfett und roter Erde ein, die sie angeblich vor der sengenden Sonne schützte. Ihre Kultur, ihr Lebensstil und ihre Kleidung sind gut dokumentiert, und sie leben im Einklang mit der Tierwelt der Region, ähnlich wie das stolze Volk der Massai in der Masai Mara in Kenia.

Der Kunene ist ein von Krokodilen bewohnter Fluss mit einer Fülle an Makalani-Palmen, Maulbeer-Feigen, Leadwood- und Jackalberry-Bäumen. An seinen Ufern sind zwei der seltensten Vögel des südlichen Afrikas zu finden: der Angolafink und die Palmendrossel. Abenteuerlustige können auf geführten Expeditionen die Stromschnellen in Schlauchbooten bezwingen.
Die Epupa-Fälle, abgelegen und herrlich schwer zu erreichen, sind einer der wenigen Wasserfälle in Namibia. Das Wasser stürzt in eine spektakuläre Schlucht, und es gibt mehrere natürliche Felsenbecken, in denen Sie ein erfrischendes – und dringend benötigtes – Bad nehmen können.
Die Ruacana-Fälle, etwa 120 km östlich über eine der rauesten Pisten des Landes gelegen, sind ein weiteres hervorragendes Ziel für Vogelbeobachtungen, auch wenn die Fälle durch das flussaufwärts gelegene Wasserkraftwerk nur noch aus einer Reihe von Schleusen bestehen.

Das Hartmann-Tal und das Marienfluss-Tal sind zwei riesige Wildnisgebiete im Westen des Kaokolandes. Dies ist Offroad-Fahren Gebiet und die Täler beherbergen ein empfindliches, arides Ökosystem. Das Marienfluss-Tal ist das zugänglichere der beiden und weist aufgrund seiner östlicheren Lage mehr Vegetation, Vögel und Tiere auf als das trostlose Hartmann-Tal.





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